Am Samstag habe ich mit S. Kirchengeschichts-Lernduo gemacht, Lerngruppen im größeren Rahmen finde ich doof, die bringen mir nichts. Also haben wir gegenseitig lange den Stoff erzählt, heute Nachmittag machen wir das für Fundamentaltheologie. S. kannte dabei noch nicht die Bedeutung von „Redekäse“. Ich habe nämlich zwischendurch mal meinen Vortrag unterbrochen, um was zu trinken, verbunden mit der Bemerkung, dass ich Redekäse ekelig finde. Redekäse? S. konnte damit nichts anfangen, hat sich aber gefreut, dass er neben Konziliengeschichte auch was fürs Leben gelernt hat: Redekäse, der ist dieses weiße Zeug, das sich zusehends in den Mundwinkeln bei Menschen sammelt, die sehr lange reden oder geredet haben, ohne dabei was zu trinken. Das sieht dann schon so aus, als ob es riecht. Und das heißt eben Redekäse, schon sehr lange. Zumindest nenne ich das so und muss das nun mal der Welt kundtun.
Redekäse
Von Alex
Einst habe ich an der Universität in Würzburg studiert, jetzt bin ich Lehrer. Mein Lieblingszitat stammt aus dem grandiosen österreichischen Film Poppitz: „Dänkn däaf mass, soogn liaba neet“ – schließlich sind zumindest die Gedanken frei – wer es nicht verstanden hat: „Denken darf man es, sagen besser nicht“
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Sehr geil Alex, ich habe am Donnerstag dem Andreas genau das selbe erklärt… Er hat mich so angesehen, als hätte ich einen riesigen Vogel.